Masken

…sind nun wahrlich nichts Neues unter der Sonne. Schon vor 9000 Jahren muss jemand das Bedürfnis verspürt haben, seinem eigentlichen Gesicht ein zweites vorzusetzen:

Steinmaske, 7000 v.Chr.
Musée Bible et Terre Sainte, Paris

In diese eigentlich doch recht freundlich anmutende Maske lässt sich nun so allerlei hinein interpretieren. War es eine Totenmaske? Die Maske eines Schamanen? Männlich? Weiblich? Divers? Gelangte man mit ihr ins Jenseits? Sollte sie die Träger schützen? Wovor? Spielte man mit ihr eine Rolle? Trug man sie zum Tanz? Gehörte ein Kostüm dazu? Wollte damit jemand Identität verleugnen oder wechseln?

Das sind im Wesentlichen die Fragen, die heute noch an Masken gestellt werden und an alle, die sie tragen.

In der heutigen Ausgabe des Almanachs Das Alte im Neuen widme ich mich zwei Arten: Der Schutzmaske und der Maske, die spielerisch eine falsche Identität andeuten soll, – auf dem Maskenball.

A propos: Wie man dem aktuellen Titelbild entnehmen kann, hat das Stadtmuseum Lahr sich schnell etwas einfallen lassen. Etliche Gemälde haben eine Schutzmaske verpasst bekommen und bitten nun zum Maskenball.
Da dürfen Sie sich selbst gern einladen. Folgen Sie nur dem link und finden Sie heraus, wie’s geht!

Was liegt nun heutzutage näher, als zunächst mal ein kleines Verwirrspiel zu beginnen, in denen Schutzmasken als Spielmasken her halten müssen. Hier dürfen sie raten: Who is who mit Maske?

Der Maskenball – stets ein gesellschaftliches Ereignis, über das noch lange gesprochen wurde. Wie es zuging schilderten Poeten und Literaten gern und anschaulich, gereimt oder in Prosa. Eine kleine Poetische Litanei..

Maskenbälle waren für Komponisten von Opern, Operetten und Schlagern gleichermaßen beliebte Szenarien. In ihnen konnten sie schmissige Melodien und galante Verwechslungen unterbringen. Auch hier: Eine kleine Auswahl.
In den Grammofongeschichten.

Dieser etwas unheimlich anmutende Vogel ist nicht etwa der Gründer des Ku-Klux-Klan sondern ein Arzt in voller Schutzkleidung. Bei näherem Hinsehen indes scheint sie nicht viel getaugt zu haben und konnte sich bei uns nicht so recht durchsetzen. Überzeugen Sie sich selbst!

Eine gewisse Müdigkeit nach einem halben Jahr der pandemischen Zumutungen macht sich breit. Neue Zumutungen drängen sich vor, wie zum Beispiel die Covidioten-Karawanen. Da wäre ich jetzt gern ein Idiot. Ein klassischer…